Zentralsterilisation Hygiene ist im Krankenhaus oberstes Gebot, ohne sterile Instrumente, keine Operation! Im Klinikum Dorothea Christiane Erxleben Quedlinburg GmbH konnte im Mai 2003 mit dem Erweiterungsbau auch ein Herzstück eines jeden Krankenhauses – ein neuer Funktionstrakt mit einem neuen Zentral-OP und einer neuen Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA), eingeweiht werden. Das frühere „Kellerkind“ Steri hat sich zu einem modernen, zentralen Dienstleistungszentrum für alle Abteilungen des Klinikums entwickelt. Die Aufbereitung von Instrumenten und Materialien findet zentral in der ZSVA statt. Alle dezentralen Maßnahmen auf den Stationen und in den Ambulanzen konnten dadurch wegfallen. Auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter in der ZSVA haben sich durch die Zentralisierung wesentlich verbessert. Aufgabe der Mitarbeiterinnen der ZSVA ist es, OP-Instrumente, Anästhesieprodukte (Beatmungssysteme) usw. zu zerlegen, vorzureinigen, zu waschen, zu desinfizieren, zu trocknen, zu sortieren, zu pflegen, zu prüfen, abzupacken, zu kennzeichnen, zu sterilisieren, dokumentiert freizugeben und zu den Operationssälen, Stationen und Ambulanzen zu transportieren. Diese Auflistung der Tätigkeiten macht deutlich, wie gewissenhaft und vorsichtig mit diesen Instrumenten umgegangen werden muss, um eine größtmögliche Sicherheit für unsere Patienten zu gewährleisten. Zur Einhaltung dieser gleich bleibend hohen Qualität für den Patienten sowie auch zum Schutz der Mitarbeiter wurde die ZSVA mit modernen Maschinen ausgestattet. Die Aufbereitung der Instrumente vollzieht sich in mehreren Stufen. In einer ersten Phase werden die Instrumente in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten gereinigt und desinfiziert. Die Desinfektion bedeutet die Beseitigung der Ansteckungsgefahr durch das umfassende Abtöten von Krankheitserregern. Alle Maschinen unterliegen einer strengen Funktionskontrolle und mikrobiologischen Untersuchungen. Die zweite Phase ist die Sterilisation von Instrumenten. Sie hat zum Ziel, die Übertragung von Mikroorganismen und Viren von einem Patienten zum nächsten zu verhindern. Sterilität bedeutet Keimfreiheit. Sterile Instrumente und Verbandsstoffe sind frei von Krankheitserregern (Bakterien, Pilze, Sporen, Viren, usw.), also lebensfähigen Mikroorganismen. Im Klinikum werden zwei Verfahren angewendet. Zum einen wird mit heißem Dampf bis zu 134°C über einen genau definierten Zeitraum sterilisiert. Dieser heiße Dampf dringt bis in die kleinsten und engsten Hohlräume ein und tötet somit alle Erreger ab. Zum anderen wird für besonders empfindliche Medizinprodukte (bspw. temperaturempfindliche Produkte, wie Implantate oder diverse Kunststoffe, die bei großer Hitze schmelzen oder in irgendeiner Art und Weise zerstört würden) Wasserstoffperoxid verwendet, das bei einer Temperatur von ca. 45°C auf die Medizinprodukte über einen wiederum genau definierten Zeitraum einwirkt. Mit freundlichen Grüßen Ihre Schwester Karin Bäse Leitung Zentralsterilisation
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